Geschichte & Kultur

Die German Riviera war im Ursprung eine dicht bewaldete schwer zugängliche Sumpflandschaft mit nur sehr wenigen Ansiedelungen. Dies änderte sich erst ab dem 12. Jahrhundert, als die Zisterzienser das Kloster Doberan gründeten und in der Folge die Landstriche von der Kühlung bis nach Rostock urbar machten, und deren Kultur bis heute nachwirkt.

Nach der Reformation gelangten die riesigen Besitztümer zurück ins Eigentum der Landesherren. In der Folge entstanden sehr viele Guts- und Ritterhöfe mit zugehörigen Parkanlagen und Gärten, die noch heute die Ortschaften im Landesinneren optisch dominieren und einen Besuch lohnen. Die Hansestädte Wismar und Rostock mit ihren Häfen und weitverzweigten internationalen Verbindungen brachten Reichtum, Kunst und Kultur in die Region.

Mit der Gründung des ersten deutschen Seebades Heiligendamm, 1793, begann dann die florierende Zeit und der Ausbau der Seebadeorte, die heute den Hauptanziehungspunkt für Gäste darstellen. Der Ausbau der Bahnverbindungen von Bad Doberan nach Heiligendamm in 1886 und nach Brunshaupten und Arendsee in 1910 (heute Kühlungsborn) mehrte das Gästeaufkommen, das nach immer mehr Tourismusinfrastruktur verlangte. 

So entstanden Anfang des 20. Jahrhunderts prächtige Promenaden, zahlreiche Hotels und Pensionen, Seebrücken, Konzertgärten und Badeanstalten, die der Region ihre reizvolle Verbindung von unberührter Natur und vielfältiger Urlaubsangebote verleiht.